Cashflow-Analyse: Warum Gewinn und Geld zwei verschiedene Dinge sind
Gewinn ist eine Buchhaltungsgröße. Cashflow ist echtes Geld. Der Unterschied ist entscheidend.
Das Grundproblem
Wenn ein Unternehmen Waren auf Rechnung verkauft, bucht es sofort Umsatz und Gewinn. Das Geld kommt aber erst Wochen später. Bis dahin fehlt es im Betrieb.
Drei Arten von Cashflow
- Operativer Cashflow: Geld aus dem Tagesgeschäft. Dieser Wert sollte dauerhaft positiv sein.
- Investitions-Cashflow: Geld für Maschinen, Gebäude, Beteiligungen. Oft negativ, weil Investitionen Geld kosten.
- Finanzierungs-Cashflow: Kredite aufnehmen oder tilgen, Dividenden zahlen. Zeigt die Kapitalstruktur im Zeitverlauf.
Ein Unternehmen mit positivem Gewinn aber negativem operativem Cashflow über mehrere Jahre verdient genauere Betrachtung.
Ein konkreter Hinweis
Im Geschäftsbericht steht die Kapitalflussrechnung meist nach der GuV. Die erste Zahl, die man prüfen sollte, ist der operative Cashflow. Ist er positiv und wächst er? Dann stimmt die Basis.
Wächst der Gewinn, aber der Cashflow stagniert, lohnt sich ein Blick auf die Forderungen. Oft liegt dort das Problem.